Die Spirituose Whisky

Der Ursprung des Whiskys (bzw. Whiskeys) liegt sehr wahrscheinlich in Schottland. Dort wurde er bereits von Mönchen im 15. Jahrhundert gebrannt. Das älteste Zeugnis ist eine Eintragung im Archiv des schottischen Schatzamtes.

Der Usprung

Die Bezeichnung verdankt der Whisky sehr wahrscheinlich dem gälischen Wort „Uisge Beatha“ oder auch „usquebaugh“. Das bedeutet in unserer Sprache „Lebenswasser“.

Der Whisky kam später von Schottland nach Irland, dann in die Vereinigten Staaten und schlussendlich nach Kanada. Diese Länder gelten heute noch als die primären Whisky-Produzenten obwohl der Whisky heute in weit mehr Ländern produziert wird.

Der schottische Whisky

Die Whisky-Produktion hat schon lange Tradition in Schottland. Deshalb versuchte die Obrigkeit des Landes, bereits in der Anfangszeit, Steuern auf die Whiskyproduktion einzunehmen. Da die Steuern für die Produzenten jedoch zu Hoch waren, wurde der Whisky illegal in den Wäldern des schottischen Hochlandes produziert.

Mit mobilen Destillieranlagen konnte man schnell den Steuerbeamten ausweichen. Einziges Problem war ein geminderter Absatz weil der Whisky nicht legal verkauft werden konnte.

Nach ungefähr 70 Jahren, im Jahr 1823 wurde jedoch vom schottischen Herzog von Gordon ein günstigeres Steuergesetzt eingeführt. George Smith beantragte als erster Brenner 1824 eine Lizenz in Schottland.

Beim schottischen Whisky unterscheidet man zwischen Malz-, Korn-, Hochland-, und Flachland-Whisky.

Der irische Whiskey

Die Iren rühmen sich gerne damit und behaupten das sie den Whisky erfunden haben. Offiziell kann man das jedoch nicht belegen. Den irischen Whiskey schreibt man übrigens mit „e“.

Auch in Irland war das Schwarzbrennen so verbreitet wie in Schottland. Es erschloss sich ebenfalls über viele kleinere Destillieranlagen in den Wäldern.

Nachdem aber auch hier Steuern eingeführt wurden, versuchte man mittels Zugabe von ungemälztem Getreide einen Teil der Steuern zu sparen. Durch diese Zugabe entstand ein ganz besonderer Whiskey welcher schnell bekannt wurde.

Die Nachfrage zu irischem Whisky schnellte in die Höhe. Durch die Zusammenlegung der größten Brennereien Irland begann der Erfolg jedoch zu bröckeln. Mit Einführung des schottischen Blended-Whiskys und der amerikanischen Prohibition war die Nachfrage komplett zum Erliegen gekommen.

Anders als beim schottische Whisky gibt es beim irischen Whisky drei Sorten (Malt, Single Pot Still und Grain Whiskey). Zusätzlich muss der irische Whisky dreimal destilliert werden.

Seit dem Jahr 2010 wird der irische Whiskey wieder beliebter. Den irischen Whisky trinkt man am besten pur.

Der amerikanische Whisky

In Amerika ist der Whisky vorwiegend als Bourbon bekannt und wurde von schottischen und irischen Einwanderern eingeführt. Sie haben die Rezepte aus der Heimat an die Gegebenheiten der neuen Welt angepasst und so ihren eigenen Geschmack erfunden.

Bourbon ist zwar der bekannteste Whisky aus Amerika aber es ist nicht der erste und auch nicht der einzige aus Übersee. Weniger bekannt ist der Rye. Die Unterscheidung ist dabei primär der Roggenanteil beim Rye von mindestens 51 Prozent und mindestens 51 Prozent Mais beim Bourbon.

Auch in Amerika gibt es verschiedene Qualitätsmerkmale. Hier muss zwischen Straight, Blended Straight und Blended American unterschieden werden. Von der Schreibung gibt es auch Whiskys die mit „e“ geschrieben werden.

Mindestlagerzeit beträgt zwei Jahre. Sollte der Whisky unter 4 Jahre gelagert werden, muss dies am Etikett ersichtlich sein. Mindestalkoholgehalt beträgt 40%vol.

Die amerikanischen Whiskys sind ideal zum Mixen geeignet.

Der kanadische Whisky

Nachdem die USA mit der Whiskyproduktion begannen, dauert es noch eine Weile bis auch Kanada nachzog. Erst im Jahre 1864 begann Hiram Walker mit der Herstellung. Seinen Whisky vertrieb er unter der Marke Canadian Club welche sehr beliebt wurde. Später folgenden dann noch weitere Produzenten.

Der Kanada-Whisky wurde immer erfolgreicher. Das lag zum größten Teil an der Prohibition in den USA. Für den irischen Whisky bedeutete das herbe Rückschläge. Für die Kanadiar begann damit ein Aufschwung beim Export des illigalen Whiskys in die USA.

Auch heute noch verkauft Kanada mehr Whisky in den USA als die einheimischen Produzenten.

Der kanadische Whisky ist, im Gegensatz zum Scotch oder irischen Whisky, immer ein Blender. Die Sorten werden entweder gleich direkt nach dem brennen zusammengestellt oder erst nach der Einzel-Lagerung.

Meist sind die Whiskys vier bis 6 Jahre alt aber es gibt auch zehn bzw. zwölf Jahre alte kanadische Sorten.

Herstellung

Für die Herstellung von Malt (Korn) Whisky ist Gerste erforderlich. Diese wird zum Keimen gebracht und anschließend mit Torffeuer gelöscht. Das getrocknete Korn wird gemahlen und mit Wasser und Hefe zum Gären gebracht. Diese Flüssigkeit wird anschließend in Kesseln destilliert. Nach dem Brennen wird der Whisky 10 bis 15 Jahre in einem Fass gelagert, dadurch erhält er seinen einzigartigen Geschmack.

Die Herstellung mit Torf und Wasser wurde 1826 durch einen neuen Destillierapparat abgelöst. Später, im Jahre 1860 wurde dann eine Kombination von Malt und Grain Whsiky (Heute Blended Whisky) erfunden. Das war der Durchbruch für den Whisky.

Die Herstellung unterscheidet sich übrigens je nach Produktionsland erheblich zu der oben angegebenen Vorgangsweise.

Heute sind ungefähr 95 Prozent „Blended“ – nur mehr ein kleiner Teil Malt Whisky. Die Lagerung des Grain Whisky erfolgt wie beim Malt Whisky im Eichenfass. Der Blendmaster ist dabei für das blenden der Whiskys zuständig.

Bei einem Blended Whisky muss der jüngste Whisky mindestens drei Jahre alt sein und der Aufdruck auf das Etikett ist dabei verpflichtend. Spricht man von De-Luxe-Blends, haben diese einen Maltanteil von einem Drittel.

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