Cocktailshaker – die Unterschiede sind einfach erklärt

Es gibt mehrere Cocktail Shaker

Es ist das Handwerkzeug des Barkeepers und zählt zu den wichtigsten Utensilien in einer Bar. Es sind die Mixgeräte welche fast immer benötigt werden. Man unterscheidet zwischen drei Zubereitungsarten und jeder Cocktail hat seine eigene Art.

Schüttelbecher (Shaker)

Der Cocktail Shaker steht wohl als DAS Synonym für das mixen von Cocktails. Sobald man an Bar und Cocktail denkt, denkt man auch automatisch an den Barkeeper welcher den Shaker über seiner Schulter mixt.

Mit dem Schütteln der Cocktails wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen. Der Schüttelbecher mit zwei Teilen wurde aber erst mit der Verbreitung von Eis im Cocktail bekannt.

Speedshaker (1-teilige Shaker)

Dies Speedshaker bestehen nur aus dem Becher. Dieser wird direkt auf das Drinkglas aufgesetzt. Zum einen braucht man natürlich die passenden Gläser. Zum anderen kann man hier nur Cocktails mischen welche nicht abgeseiht werden müssen (also durch ein Barsieb gegossen werden).

Eingesetzt werden diese Shaker übrigens gerne in Discos, Clubs oder andere Events eingesetzt, da es hier auf die Geschwindigkeit ankommt.

Vorteile
  • Ideal wenn es schnell gehen muss.
Nachteile
  • Passende Gläser notwendig
  • Für Cocktails ohne abseihen

Boston Shaker (2 teiliger Shaker)

Viele bezeichnen den Boston Shaker als „König der Shaker“. Viele verfluchen den Shaker aber auch schlichtweg. Hier ist man also geteilter Meinung.

Der Shaker ist primär für die Profis gedacht, weil er leicht zu reinigen ist und man damit schnell arbeiten kann. Der Nachteil ist, dass der Shaker leicht aufgehen kann. Es ist also etwas Übung notwendig.

Der Shaker besteht aus zwei Teilen. Einem Metallteil und einem Glasteil. Das Barsieb muss beim abseihen also an den Shaker gehalten werden.

Unserer Meinung hat jeder Shaker seine Vor- und Nachteile. Wenn du etwas Zeit investierst und genug übst, kann auch ein Anfänger mit diesem Shaker arbeiten.

So mixt du im Bosten Shaker richtig
  • Zutaten ins Glas geben
  • Das Glas steht auf dem Tisch. Den Metallbecher stulpst du vorsichtig und schräg über das Glas.
  • Ein leichter Schlag auf den Metallbecher sollte den Rand bündig abschließen und dicht machen.
  • Jetzt nimmst du den Shaker in beide Hände und schüttelst ihn kräftig 10-20 Sekunden.
  • Am besten du hältst den Becher in Schräglage über deiner Schulter.
  • Jetzt stellst du den Becher wieder auf den Tisch. Der Metallteil ist nun auf der Unterseite!
  • Lösen kannst du den Becher indem du einen kurzen Schlag auf die engste Verbindungsstelle der Gefäße platzierst.

Im Boston Shaker gibst du zum mixen am besten 5-6 Eiswürfeln. Falls du zwei Cocktails auf einmal mixen möchtest, reichen auch 3 bis 4 Eiswürfel. Mehr sollte man auf keinem Fall darin mischen.

Vorteile
  • Geschwindigkeit
  • Leicht zu reinigen
Nachteile
  • Etwas Übung notwendig

TinTin Shaker (2-teilige Shaker)

Beim TinTin Shaker handelt es sich, wie beim Boston Shaker, um zwei ineinander gesteckte Becher. Wobei hier beide Teile aus Metall sind.

Abseihen muss man diese Mixgetränke ebenfalls über ein Barsieb beim Ausgießen.

French Shaker bzw. Parisian (2-teilige Shaker)

Wie beim Tin Tin Shaker handelt es sich hier auch um zwei Teile. Der Unterschied ist lediglich, das hier die Becher nicht ineinander gesteckt werden, sondern ein Deckel auf dem unteren Teil aufgesteckt wird.

Es handelt sich bei diesen Shakern um den Vorgänger des dreiteiligen Cobbler Shaker.

Cobbler Shaker (3-teilige Shaker)

Der Cobbler Shaker ist besonders ideal für Anfänger oder Heimanwender. Er besteht aus drei Teilen. Dem Becher, dem Barsieb und der Verschlusskappe. Die Becher bestehen meist aus Edestahl.

Weil das Sieb integriert ist, kann man übrigens sehr einfach schaumige Cocktails herstellen. Dieser Typ ist übrigens der gängigste in Japan und wird für die Kunstform „Hard Shake“ oder “Japanese Shake” verwendet. Der Cocktail wird dabei sehr schnell aus dem Handgelenk geschüttelt.

Tipp zum Cobbler Shaker
Bei Vielen Bechern ist die Verschlusskappe genau 3cl. Damit kann man diese Kappe als Barmaß verwenden, falls kein Messbecher zur Verfügung steht.
Vorteile
  • Ideal für Anfänger
  • Deckel kann als Jigger verwendet werden
Nachteile
  • Integriertes Sieb erzeugt Luftblasen
  • Reinigung schwierig

Cocktailshaker-Set für Einsteiger

Falls du gerade auf der Suche nach einem Cocktailshaker bist und mit dem mixen beginnen möchtest, empfehlen wir dir einen Cobbler Shaker. Speziell zu Beginn kann dieser Shaker einiges an Stress reduzieren.

Unser Tipp wenn du gerade ein Cocktailshaker-Set kaufen möchtest. Ideal weil auch gleich Barlöffel, Jigg, Stössel, Ausgießer dabei sind.

Rührglas (Mixing glass)

Im Rührglas werden die folgenden Cocktails zubereitet:

  • Alle Cocktails welche sich leicht verbinden aber eiskalt serviert werden (hier werden sogar die Gläser teilweise im Tiefkühler aufbewahrt).
  • Alle Cocktails die trüb werden durch das schütteln. (z.b. Martini oder Manhatten).

Das Volumen für das Rührglas im Heimbereich ist mit 500 bis 700 cl zu empfehlen. In einer Bar können die Gläser auch schon mal größer sein, da hier auch mehrere Drinks in einem Behälter gerührt werden können.

Ob das Mixglas einen Ausguss hat, ist völlig egal. Hat das Glas einen Fuß, ist das von Vorteil, weil hier natürlich keine Körperwärme an das Getränk abgegeben wird.

Tipp zum Rührglas
Du kannst auch den Unterteil deines Bosten Shakers verwenden. Natürlich sollte dieser Sauber sein.

Zum Rühren im Glas gibt man zirka 5 bis 6 Eiswürfel. Dabei wird von unten nach oben mit einem langen Löffel gerührt.

Rühren im Glas (cocktails built in glass)

Der Ablauf ist dabei wie im Rührglas. Meist handelt es sich bei dieser Zubereitungsart um:

  • Cocktails mit einer Sprituose und Saft (z.b. Gin Orange, Wodka Orange)
  • Spirituosen mit Soda aufgefüllt (z.b. Gin Tonic, Wodka Lemon)
  • Spirituosen, bei denen Champagner oder Sekt aufgefüllt wird (z.b. Champagner Orange)
  • Cocktails welche zwei Spirituosen auf Eis miteinander verrührt werden (z.b. Black Russian oder Rusty Nail).

Elektromixer (Blender)

Für Tropical Drinks, Frozen Drinks, Smoothies oder andere Cocktails ist ein Blender notwendig. Mit einem Blender kann man ganze Fruchtstücke und Eiswürfel verarbeiten, was für bestimmte Cocktails notwendig ist.

Im Elektromixer verwendet man für die Zubereitung primär Crushed Ice (man kann auch Eiswürfel verwenden, wenn der Mixer es aushält). Bei Drinks die im Elektromixer zubereitet werden, ist der Anteil der süßen Zutaten etwas zu erhöhen.

Tipp zum Blender
Für den Heimgebrauch ist aber auch ein ganz einfacher Standmixer ausreichend. Bei einem Motor auf der Unterseite kann sich allerdings der Cocktail auf der Unterseite erwärmen.

 

Christof

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Cocktails und deren Zubereitung zu tun hat, bin jedoch auch dem handwerklichen Arbeiten nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Mistelbach/Zaya und arbeite als Software Entwickler.

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